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Reiseland Indien

Allgemeine Informationen

Indien strahlt wegen seiner kulturellen Vielfalt und landschaftlichen Schönheit auf viele Reisende aus dem Westen eine ganz besondere, geradezu mystische Anziehungskraft aus. Wir haben mit Kerala, dem „Land der Kokospalmen“ ein einzigartiges Juwel für Ihre Reisen ganz im Süden des Subkontinents ausgewählt und erkunden dies gemeinsam mit Ihnen auf die intensivste Art – auf dem Rad, im Boot oder zu Fuß.

Beginnend mit der touristisch noch wenig erschossenen  Malabar-Küste über die in der Welt in dieser Form einmaligen Backwaters bis hin zu den durch Tee-, Kaffee- und Gewürzplantagen und letztlich undurchdringlichen tropischen Regenwald geprägten Höhen der Western Ghats führen wir Sie mit unserem lokalen Partner  „cyclesouthindia“ durch eine atemberaubende exotische Landschaft. Nirgendwo sonst in Indien liegen diese unterschiedlichen Landschaften so nah beieinander. Es bedarf daher keiner langwierigen Inlandsflüge oder Überlandtransfers. Sie rufen förmlich nach aktiver Erkundung in der beschriebenen Form oder – auch dies eine Erfahrung, die Sie nicht missen sollten – einem kurzen Trip mit der Motor-Rikscha (TukTuk), einem öffentlichen Bus oder der legendären indischen Eisenbahn.

In die Landschaft eingebettet besuchen wir Zeugnisse des reichen historischen Erbes von Kerala, beginnend in vorchristlicher Zeit – z. B. die Entwicklung der dravidischen Sprache dokumentierend -, über die Spuren der Herrschaft der Maharajas von Travancore und Cochin hin zum kolonialen Erbe seit der „Entdeckung“ durch Vaco da Gama. Hier haben sich seit Jahrtausenden Ayurveda und Yoga entwickelt und werden im Alltag praktiziert. Nirgends auf der Welt werden Sie authentischere Anwendungen bzw. bessere Lehrmeister finden. Gern bringen wir Sie im Verlauf bzw. nach Abschluss Ihrer Reisen hier mit den kompetenten lokalen Partnern abseits der Touristenorte in Verbindung.

Menschen
Neben touristischen Sehenswürdigkeiten „erfahren“ Sie mit uns vor allem die Regionen, an denen andere vorbeifahren. Hier, wo der Alltag der Einheimischen stattfindet, werden Sie von Ihnen mit Ihrer einfachen, von Herzen kommenden Freundlichkeit aufgenommen. Wir sind immer mittendrin, erleben das (hier) entspannte Miteinander der grossen Religionsgemeinschaften der Hindus, Moslems und der in Kerala besonders zahlreichen Christen. Mit uns können Sie zu Stammesangehörigen in den Regenwald der Western Ghats fahren und Einblicke in deren ursprüngliche Lebensformen erhalten. Egal  wohin Sie kommen, Sie werden  zeitunglesende Menschen jeden Alters bemerken. Das Bildungswesen ist bemerkenswert und die Rate der Analphabeten weit geringer als in den meisten entwickelten Staaten der Erde.

Essen , Trinken und Tourverpflegung
Quasi nebenbei genießen Sie täglich die, wie viele meinen, beste Küche der Welt, besonders die vegetarische. Über den Gaumen werden Sie wahrscheinlich Ihre bleibendsten Eindrücke mit nach Hause nehmen. Kerala ist einer der Gewürzgärten unseres Planeten. In den Tropen liegend gibt es hier zudem Gemüse und Früchte im Überfluss. In beinahe allen Gerichten werden diese Zutaten täglich frisch in vielfältigen Kombinationen mit der allgegenwärtigen Kokosnuss, oft nach ayurvedischen Rezepturen, zu wohlschmeckenden, bekömmlichen und meist nicht zu scharfen Gerichten verarbeitet. Neben einer geradzu unüberschaubaren Vielfalt an Gemüsegerichten mit und ohne gravy (Sosse) werden v.a. alle erdenklichen Fischgerichte, an der Küste Seafood und bei Christen und Moslems auch mind. 1x wöchentlich Fleischgerichte angeboten. Hier werden ausser Huhn v.a. Rind – und Lamm-, aber auch Schweinefleisch verarbeitet – letzteres ausschließlich durch die Christen. Eine besondere Delikatesse ist bei den Christen (besonders) in der Weihnachts-und Osterzeit der obligatorische Entencurry. Auf den abgeernteten und wieder gefluteten Reisfeldern in den Backwaters kann man nach Tausenden zählende Entenverbände sehen und den Vogel seiner Wahl gleich frisch am Straßenrand erwerben.

Generell wird 3x täglich warm gegessen. Am Morgen werden gern aus Reismehl und Kokosnuss gedämpfte oder gebackene Sattmacher wie die obligatorische Dosa, oder Appam, Uttapam oder Idli mit einem Currygericht sowie den Standards Sambar (Gemüsecurry mit Linsen) und Cocos-Chutney kombiniert.

Zu  Mittag ist es Zeit für eine Thali-Platte. Auf einer Metallschale oder klassisch einem Bananenblatt werden um eine grosse Portion Reis herum verschiedene Curries und Chutneys angeboten. Der Kellner schenkt von allem so lange nach, bis man abwinkt. Am Abend werden dann zu den Curries oft Fladenbrote (Chapati, Parota, Roti) bevorzugt.Auf das stets angebotene offene Wasser sollte man verzichten und ausschliesslich auf abgefüllte und versiegelte Flaschen zurückgreifen.

Bedenkenlos konsumieren kann man hingegen den stets frisch zubereiteten klassischen sehr süßen Milchtee oder den vorzüglichen keralischen Milchkaffee. Ausschließlich auf Bestellung wird beides auch ohne Zucker oder ohne Milch angeboten. Zwischendurch werden wir in einem der vielen Tea stalls auch süße oder pikante Kleinigkeiten wie frittierte Bananen, Vadas oder Samosas zu Tee oder Kaffee probieren. Einer der besten Durstlöscher sind die am Strassenrand angebotenen Kokosnüsse (tender coconut). Man kann zunächst den herrlich erfrischenden Saft mittels Trinkhalm und anschliessend die sich gerade bildende, noch weiche weiße Masse genießen.

Alle Gerichte nehmen die Einheimischen in Verbindung mit der obligatorischen Portion Reis oder diversen anderen Beilagen grundsätzlich auf die authentischste Art zu sich – ohne Besteck, lediglich mit der rechten Hand!  Ein besonderer Genuss, der uns im Westen leider nach frühen Kindestagen schnellstmöglich abgewöhnt wurde. Probieren und geniessen Sie es! An jeder, auch der einfachsten Küche am Rande Ihres Weges werden Sie immer eine Möglichkeit zum Händewaschen vor und nach dem Essen finden.  Dies erwarten Sie und man erwartet es von Ihnen. Der Genuss alkoholischer Getraenke zum Essen ist unüblich, hat sich aber in Touristenzentren oder den Restaurants der top-end-Hotels inzwischen weitgehend durchgesetzt. Bier und auch höherprozentige Drinks können in vielen Orten in den so gekennzeichneten „BAR“s  konsumiert werden.

Toiletten
Fast überall in Kerala werden Sie auf die vertrauten WCs treffen. Oft fehlt jedoch das Toilettenpapier. Stattdessen finden Sie einen Schlauch mit einem kleinen Duschkopf, mit dessen Hilfe und Ihrer eigenen linken Hand Sie die entsprechende Reinigung vornehmen. Alternativ sollten Sie im Bedarfsfall selbst etwas Toilettenpapier mitführen. Mitunter ist der Schlauch auch durch einen mit Wasser gefuellten Eimer und einen kleinen Schöpfbecher ersetzt. In ländlichen Gebieten oder an einigen Tankstellen finden Sie mitunter noch „Indische“Toiletten, wo Sie auf den eingelassenen Vertiefungen für die Füße in die Hocke gehen. In den an Kerala grenzenden Staaten Tamil Nadu und Karnataka ist, wie sonst in ganz Indien auch, an den Straßenrändern besondere Vorsicht geboten, da diese massiv durch die Spuren der täglichen Notdurft belastet sind.